Rektum-Manometrie
Dieses Druckmessverfahren dient zur Untersuchung der Schließmus- kelfunktion und wird insbesondere bei Patienten mit Stuhlinkontinenz angewendet. Es wird aber auch bei Stuhlentleerungsstörungen und bei chronischer Verstopfung für die Diagnose genutzt. Darüber hinaus kann die Methode zur Verlaufs- und Therapiekontrolle nach operativen Eingriffen eingesetzt werden.
Der Patient wird in Linksseitenlage gebracht. Anschließend wird eine dünne, etwa vier Millimeter dicke Sonde mit einem kleinen aufblasbaren Ballon an der Spitze durch den Analkanal etwa zehn Zentimeter weit in den Enddarm eingeführt. Gemessen wird der anale Willkürdruck beim Zurückziehen des aufgeblasenen bzw. des leeren Ballons. Durch das Aufblasen des Ballons wird eine Stuhlfüllung des Enddarms imitiert.
Aus den Messdaten erhält der Gastroenterologe Hinweise auf die Funk- tionsfähigkeit des Schließmuskelapparates. Bei dieser Untersuchung ist der Arzt auf die Mitarbeit des Patienten angewiesen. Eine besondere Vorbereitung ist nicht erforderlich.





