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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Die Zahl der Neuerkrankungen an Morbus Crohn wird mit rund 5 je 100.000 Einwohner pro Jahr angegeben. Unter 500 bis 800 Menschen befindet sich etwa ein Betroffener. Die Erkrankungssymptome treten im Schnitt zuerst mit 30 Jahren auf. Frauen und Männer sind mit gleicher Häufigkeit betroffen.

Morbus Crohn

Häufige, wässrige Durchfälle begleitet von krampfartigen Schmerzen vorwiegend im rechten Unterbauch sind typische Symptome der Er- krankung. Die Patienten verlieren oft Gewicht und fühlen sich müde, matt und appetitlos. Im späteren Krankheitsverlauf kommt es meistens zu Komplikationen wie Fisteln, Abzessen oder auch Darmverschlüssen. Eine Operation wird dann unumgänglich.

 

Die umfangreiche Diagnostik schließt Darmspiegelung, Röntgen, Ultraschall und Laboruntersuchungen ein. Bei der Therapie orientiert sich der Gastroenterologe an der individuellen Krankheitssituation seines Patienten. Es stehen eine Reihe von durchfallhemmenden, entzündungshemmenden und immunsuppressiven Medikamenten zur Verfügung, die nach Bedarf eingesetzt werden. Trotz der oft erheblichen Beschwerden, der notwendigen Behandlungen und der möglichen Arbeitsunfähigkeit ist die Lebenserwartung kaum eingeschränkt.